Über uns

Die Feldwieser
In der Überseer Chronik ist die Wirtschaft D`Feldwies erstmals als „Stolltavern“ des Wirts Hans Stoll erwähnt. Sie war immer Wirtschaft, wobei die Eigentümerliste lang ist und andere Wirtssöhne und -töchter immer wieder eingeheiratet haben. Von 1795 bis 1895 war die Familie Wallner Eigentümer; von 1909 bis 1919 die Sailerbrauerei Traunstein und ab 1919 die Familie Enzwieser, deren Nachfolger es 2003 an die Gemeinde verkauften. Die „Feldwies“ war eine Tavernwirtschaft, was bedeutet, dass die Erlaubnis für einen Hotelbetrieb vorlag. Der  Chiemgau gehörte damals zum Fürstbistum Salzburg, welches aufgeteilt war in Suf-fraganbistümer. Eines davon war Herrenchiemsee, zu dem die Feldwies gehörte. Der zuständige Bischof weilte die meiste Zeit in Salzburg im sog. „Chiemsee-Hof“, heute Sitz des Landtages. Die gesamten Fische des Chiemsees waren ausschließlich Eigentum der kirchlichen Herren zu Salzburg und es war den Anwohnern bei schwersten Strafen - wie z. B. Verschickung auf die Galeere - verboten, dort zu fischen. Das Bistum Herrenchiemsee erstreckte sich bis ins nördliche Tirol, bis zum Pass Thurn, bis weit in das Inntal hinein, und hatte enge Beziehung zum damaligen Bistum und Kloster Säben im Eisacktal. Wenn ein Pfarrer oder ein Bauer aus dem Bistumsbereich zur Erbringung seiner Abgaben an die kirchlichen Herren nach Herrenchiemsee reisen mußte, kam er in der Regel durch das Achental und setzte dann von der Feldwies auf die Herreninsel über. Der Chiemsee reichte damals bis auf 200 m an die damalige Taverne heran. Die Fischer betrieben hierbei einen Fährdienst. Die anderen Orte wie Bernau, Grabenstätt und auch Prien spielten noch keine Rolle; dort war der See auch noch wesentlich stärker verschilft. Vor dem Übersetzen übernachteten die Reisenden i. d. R. in der Taverne - dem heutigen Wirtshaus. 1803, als in Folge der Säkularisation die beiden Inselklöster Herren- und Frauenchiemsee aufgelöst wurden, ergab sich für die Feldwies eine ganz neue Lage: Der Zustrom der Kloster-Hintersassen hörte auf. In welch schlechter finanzieller Lage sich der Feldwieser Wirt befand, sieht man am besten in den Briefprotokollen des Landgerichts Traunstein: Wallner hatte nämlich im Jahr 1813 eine Bierschuld von 2.600 fl an den Brauer Daniel Dunsen zu Frauenchiemsee zu entrichten - das war mehr, als ein großer Bauernhof wert war. Belebung kommt in den Ort durch den Bau der Eisenbahn München-Salzburg 1860;
Mittelpunkt bleibt jedoch weiterhin der Wirt in der Feldwies. Vor der Jahrhundertwende beginnt dann der Tourismus. Viele Maler kommen nach Übersee, angeführt von dem Farbenfürsten Julius Exter, so daß sich die Feldwies zu einem bedeutenden Maler- und Kulturort entwickelt. An anerkannten Malern lebten damals und später in der Feldwies:
Julius Exter                                                 Arnold Balwé                                                       Mutz Harnest
Hans Lohmann                                         Elisabeth Balwé-Staimer                                  Fritz Gebhard
Willi Geiger                                                Ruprecht Geiger                                                  Walter Lederer
Michael Kiefer                                           Fritz Harnest                                                         Walter Brendl
Max Steinleitner                         und viele mehr.

Sie begründen den Beginn eines wachsenden Tourismus, wobei immer wieder der Feldwieser Wirt im Mittelpunkt steht. Die Einheimischen feierten Faschingsbälle mit einer legendären Bar unter der Bühne; im Sommer gab es Heimatabende mit den Feldwieser Trachtlern. Zweimal in der Woche war der Saal zum Bersten voll, immer freitags war und ist Bauerntheater.
Jetzt lebt die alte Feldwies wieder: Es gibt Speisen wie früher, alles ist wieder hergerichtet im einfachen, bescheidenen Stil - so, wie früher eben Wirtshäuser waren.

Empfehlungen

 

Wo hält essen und trinken noch Leib und Seele zusammen? Je weiter die kulinarische Globalisierung fortschreitet, umso stärker wird die Sehnsucht nach Roulade, Kotelett oder Gulasch aus der Hausmannskost. Jeder von uns weiß seit der Kindheit, welche Wonnen der Duft eines Sonntagsbratens auslösen kann.

- Manfred Kohnke, Gault Millau
          Im dritten Jahr seiner Wiedereröffnung ist das Wirtshaus"D'Feldwies" in Übersee in den renommierten Restaurantführer "GaultMillau" aufgenommen worden. Das "die Feldwies" eines der 1120 dort beschriebenen und bewerteten Restaurants in ganz Deutschland wurde, bezeichnet der Aufsichtsratvorsitzende der "D'Feldwies Wirtshaus AG", Herbert Graus, als absolute Krönung. So ist das Überseer Lokal als "Wirtshaus mit Herz" und altbayerischem Charme beschrieben worden. Besonders herausgestellt ist seine regionale Küche und seine Qualität als Bierhaus! "
- W. Gschwendner - Geschäftsführer AG
- Text: Traunsteiner Tagblatt, B. von Dorp

Die Wirtin

Beate Stang

Ich wünsche mir, daß sich alle meine Gäste wohlfühlen, freundlich und aufmerksam bedient werden, mit der gewählte Speise zufrieden sind und sich bei Beschwerden ggf. an mich wenden. Ausgewählte, frische Zutaten aus der Region, bilden die Grundlage für höchste Gaumenfreuden. Auf unserer Speisekarte finden Sie vor allem bayerische Schmankerl, Wild und Fisch aus der Umgebung, alles was Ihr Herz begehrt.

Andreas Hoy

Unser Angebot besteht aus der Jahreskarte, Tageskarte, Brotzeitkarte und der Rubrik - Des was bei uns aber sonst fast nirgends mehr kriegn. In der Jahreskarte sind die Speisen aufgeführt, die es das ganze Jahr täglich gibt. Fische werden zusätzlich in der Wochenkarte angeboten. Wild wird schussnah bereitet und stammt ausschließlich aus Strecken von Heimischen Jägern. Unsere Suppen, Soßen und Beilagen sind ausnahmslos hausgemacht unter Verwendung natürlicher Zutaten. Die besonderen bayerischen Schmankerl werden Wöchentlich durchgewechselt, man muss sie nicht essen, aber es gibt Leute die sich freuen derartige Speisen wieder zu bekommen und an die Zeiten erinnert zu werden, in denen ihre Großmutter oder Mutter nach dem Krieg diese Speisen noch wie selbstverständlich gekocht hat.

Die weitere Restaurantcrew

Wir sind darum bemüht Ihnen einen angenehmen Aufenthalt zu sichern. Falls Sie besondere Wünsche haben oder auch mal eine Beschwerde anbringen möchten, sagen Sie es uns bitte gleich und nicht Ihren Freunden/Verwandten. Wir werden alles versuchen Sie zufrieden zu stellen. Bei Hochbetrieb haben Sie bitte etwas Geduld, "hexen" ist uns leider nicht angeboren.